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Katholische Pfarrei
Unsere Liebe Frau Wetzlar

Erdedie... oder der Erde untertan?

Eine Frage der Haltung.

 

Heute Morgen haben wir im Büro auf einen Geburtstag angestoßen und dabei natürlich über Corona gesprochen. Und über Schlachthöfe. Über die Firma Tönnies. Und dass sich beim Fleisch etwas ändern muss.
Solche Gespräche haben Sie in diesen Tagen vermutlich auch geführt. Es nutzt wenig, auf eine Firma oder deren Chef zu zeigen. Da sind Fehler gemacht worden, aber das eigentliche Problem liegt woanders.

Es geht um eine Haltung, die gut mit dem beiden kleinen Worten „die“ oder „der“ beschrieben werden kann. Viel zu lange haben wir den Satz „Macht Euch die Erde untertan!“ als Herrschaftsauftrag verstanden. Hemmungslos wurde und wird die Natur ausgebeutet. Nur das Wohl der Menschen zählt. Das Ergebnis erleben wir heute.
Ein Wort verändert den Satz: „Macht Euch der Erde untertan!“ Dann ändert sich die Haltung. Gott hat uns als Teil der Natur geschaffen. Natur ist Gottes Schöpfung, die wir nicht beherrschen, sondern zu der wir gehören. Die Schöpfung gehört Gott und mit seinem Eigentum müssen wir sorgfältig umgehen.

Von der Erde sind wir genommen. Wer den Satz bekennt, wird seinen Lebensstil entsprechend anpassen. Dann hat nicht alleine die Fleischindustrie oder die Regierung eine Verantwortung, sondern jeder ganz persönlich.

Der… oder die… - Ich habe mich entschieden. Ich bin der Erde untertan! Mit der Natur leben heißt sie als Gottes gute Schöpfung anzuerkennen. Heißt, sich selbst einordnen, sich nicht so wichtig zu nehmen und ganz konkret, auf Fleisch häufig zu verzichten. Und wenn ich Fleisch esse, dann achte ich darauf, dass mit den Tieren sorgfältig und tierwürdig umgegangen wurde. Ich bekenne das Lob auf den Sonntagsbraten. Und das lasse ich mir etwas kosten.

Ihnen einen gesegneten Sonntag

Norbert Hark