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Katholische Pfarrei
Unsere Liebe Frau Wetzlar

Alte FRau

„Warum bin ich so fröhlich//So fröhlich so fröhlich,//Bin ausgesprochen fröhlich,//So fröhlich war ich nie“, singt Hermann van Veen in einer Ballade.*

Auch in der Spiritualität gibt es die Rede von der „heiteren Gelassenheit."

 

Mich führen diese beiden Impulse zum Sonntagsevangelium. Joh14,15 ff.

Darin steht: der Vater „wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.“ Im Klinikseelsorgedienst erlebe ich immer wieder schwer belastete Menschen. Einige leiden sehr darunter, kommen kaum zu irgendwas anderem als ihrem Schmerz. Aber andere sprechen geradezu verklärt im Sinne von getröstet über ihre abschiedliche Situation. Sie können auch andere Dinge des Alltags ansprechen. Für van Veen ist erst mit dem Tod die Fröhlichkeit vorbei. Seine Ballade endet so: „Heut bin ich nicht verschossen, Kein bisschen verschossen, Ich bin auch nicht verdrossen, Das ist mir anzusehn. Heut bin ich ganz gelassen, Erstaunlich gelassen, Ich kann es gar nicht fassen, Ich kann es nicht verstehn. Auch bin ich nicht mehr fröhlich, Dann bin ich tot – normal.“

Den Beistand wünscht

P. Hermann, Klinikseelsorger

*https://www.songtexte.com/songtext/herman-van-veen/warum-bin-ich-so-frohlich-6399029b.html