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Katholische Pfarrei Unsere Liebe Frau Wetzlar


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Die Idee, das Friedenslicht in der Geburtsstätte Jesu zu entzünden und von Bethlehem nach Europa zu holen, entstand 1986 auf Initiative des Österreichischen Rundfunks (ORF). Was damals als einmalige Aktion geplant war, hat sich in über 30 Jahren zu einem gewaltigen Lichtermeer entwickelt. Über 200 000 Pfadfinder haben dafür Sorge getragen, dass die Flamme vor Weihnachten in über 20 europäischen Ländern brennt. Im Wetzlar brennt das Friedenslicht in einer Laterne vor der Statue „Maria mit der Mondsichel“ im Chor des Domes.

In einer Speziallampe war das Friedenslicht zunächst über 3000 Kilometer von Bethlehem nach Wien geflogen worden von dort ging es weiter bis nach Linz. Bei einer Feier im Linzer Dom  wurde das Licht an Pfadfinder aus 20 Nationen weitergereicht. Die heimischen Pfadfinder hatten sich mit 350 Gleichgesinnten in Königsstein getroffen, wo bei einem Freiluftgottesdienst auf dem KapuzinerplatzKapuzinerplatz der Limburger Bischof Georg Bätzing an die Bedeutung des Friedens erinnerte.

Überbringer waren die Wetzlarer Sankt-Georgs-Pfadfinder die während eines Friedensgottesdienstes das Licht in den Wetzlarer Dom brachten. Seit nunmehr 25 Jahren senden die Pfadfinder in Deutschland das Friedenslicht zu den Menschen. Die Aktion des Friedenslichtes steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Frieden braucht Vielfalt“.

„Frieden braucht nicht nur Vielfalt, sondern auch Verständigung zwischen den Menschen und Nationen" unterstreicht Pfarrer Peter Kollas. „Jeden Tag erstrahlt die Welt in einer großen Vielfalt, sie ist aber auch eine Bereicherung für den Nächsten. Lasst uns das Licht hinaustragen zu den Menschen, damit die Welt ein wenig heller wird“ so der Seelsorger, der die Lichtträger begrüßte und ihnen im Namen der rund 250 Besucher der Lichtvesper für ihr Engagement dankte. Zuvor hatten die Dompfadfinder, deren Stamm „Barbarossa“ über 100 Kinder, Jugendlichen und Erwachse zählt, vor dem Dom kleine Friedenslichter zum Kauf angeboten.
„Frieden braucht Vielfalt“ so der Inhalt eines Improvisationsstückes. Dazu hatten sich die Pfadfinder auf vier verschiedenfarbigen Flächen vor dem Altar platziert und jede Gruppe dachte nur in ihren Farben, doch das Licht änderte ihr Denken und sie waren eine große Gemeinschaft.
Auch in den selbstformulierten Fürbitten standen der Frieden, Gesundheit und die Gerechtigkeit im Mittelpunkt. Danach zündete Pfarrer Kollas mit dem Friedenslicht die Altarkerzen an. Die Pfadfinder reichten von der Friedenkerze auf dem Altar das Licht an die Gemeinde weiter.
„Nehmen sie dieses Licht des Friedens mit nach Hause und geben es an Bekannte und Nachbarn weiter“, ermunterte die Stammeskuratin Laura Kunz die Besucher am Ende der Lichtvesper.
Musikalisch wurde die Freier durch das Gesangs-und Instrumentaltrio Ada Wedermann, David Hein und Sebastian Riedl begleitet. Zusammen sangen sie modernes Liedgut, das einen engen Bezug zum Frieden und zur Freundschaft mit Gott und den Menschen hatte.

Bericht/Fotos: Werner Volkmar

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